Werden die Bürger ausgetrickst?

Artikel aus der Hochheimer Zeitung von Freitag, 24.04.2020

Herr Dr. Huppert, Sie haben für mehrere Interessensgruppen und Vereine aus Hochheim, Massenheim und Flörsheim eine Expertise über das geplante Konzept einer neuen Deponie auf der alten Deponie (DaD) erstellt. Diesen Themenkomplex hatte in unserer Zeitung, (Ausgabe am 17. April) die Rhein-Main-Deponie GmbH (RMD) durch deren Geschäftsführer Heino von Winning in einem ausführlichen Artikel erläutert. Wie beurteilen Sie die offiziellen Aussagen zur geplanten Deponieerweiterung und zu welchen Ergebnissen gelangen Sie in Ihrer Expertise?

Zunächst einmal möchte ich klarstellen: Bei der RMD-Planung handelt es sich um keine Deponieerweiterung, das ist der falsche Begriff. Die Deponie Wicker befindet sich bereits seit 2009 in der Stilllegungsphase und kann somit nicht erweitert werden. Geplant wird eine komplett neue Deponie auf der alten Deponie. Hierfür muss ein eigenständiges Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Aus fachlichen und juristischen Gründen halte ich das Vorhaben Deponie auf Deponie in Wicker für ein absolutes No-Go. Meine Expertise enthält zehn Ausschlusskriterien. Jedes einzelne davon reicht aus, um das Genehmigungsverfahren zu kippen.

Bevor ich jedoch auf die Aussagen von Herrn von Winning eingehe, muss ich Ihnen sagen, dass mir in den letzten 35 Jahren, in denen ich europaweit zahlreiche Deponien geplant, gebaut, saniert, betrieben und stillgelegt habe, so ein krasser Fall wie Wicker noch nicht begegnet ist.

Angefangen hat in Wicker alles in den 1960er Jahren, als aus den Kiesgruben wilde Müllkippen wurden. Ohne ansatzweise dafür geeignet zu sein, entwickelte sich im Laufe der Zeit aus diesen Kippen eine der zentralen Mülldeponien des gesamten Rhein-Main-Gebietes. Über Jahrzehnte hinweg wurden bis heute auf 85 ha nicht nur riesige Mengen Hausmüll, sondern per tausendfacher Sondergenehmigung auch hochgiftige Industrieabfälle entsorgt. Und das ohne jegliche Basisabdichtung, so dass der Müll für immer und ewig direkt mit dem Grundwasser in Verbindung steht. Deshalb muss das Grundwasser noch jahrzehntelang permanent gereinigt werden.
 
Neben den fachlichen Ausführungen seitens der RMD mit durchweg positiven Folgewirkungen für Umwelt und Entsorgungssicherheit zeigt Heino von Winning mit der Deponie auf Deponie einen Weg auf, der aus der finanziellen Misere der Gesellschaft führen soll. Sehen Sie das genau so?
 
Rolf Fritsch hat in Ihrer Zeitung ja bereits den völlig desolaten finanziellen Zustand der RMD aufgezeigt und spricht sogar von politischem Inzest. Was er beschreibt, ist nur die Spitze eines Eisberges.
 
Durch die Deponie auf der Deponie werden die finanziellen Probleme der RMD lediglich in die Zukunft verschoben und eher noch größer. Die Erlöse in der Größenordnung von 200 Mio. Euro, die Herr von Winning in den nächsten 10 Jahren prognostiziert, sind auf Basis seiner vorgelegten RMD-Planungsdaten jedenfalls nicht zu erzielen.
 
Der RMD-Geschäftsführer bezieht sich auf die Rhein-Main-Abfall GmbH (RMA). Diese sieht in der Deponie auf Deponie in Wicker die beste Möglichkeit, die Entsorgungssicherheit in der Region zu gewährleisten. Wie sehen Sie das?
 
In der Tat hat nicht die RMD, sondern die in Offenbach ansässige RMA bei der Entsorgungssicherheit im Rhein-Main-Gebiet allein den Hut auf. Genau dafür wurde die RMA 1998 gegründet und mit einem „Generalentsorgungsauftrag“ ausgestattet. Mit nur wenigen Mitarbeitern macht sie über 70 Millionen Euro Umsatz. Gesellschafter der RMA sind die Städte Frankfurt, Offenbach, Maintal, der Kreis Offenbach sowie der Hochtaunus- und der Main-Taunus-Kreis. Bemerkenswert ist, dass in den Aufsichtsräten der RMA und der RMD sowie im Kreistag die gleichen Personen (u.a. Cyriax, Overdick, Kraft, Blasch) sitzen und entscheiden. Da sind Interessenskonflikte vorprogrammiert. Man kontrolliert sich sozusagen auf allen Ebenen selbst.
 
Die RMA entscheidet über die Müllströme und den Geldfluss, verteilt lukrative Einzelaufträge an die Müllverbrennungsanlagen in Frankfurt und Offenbach, deren Städte wiederum Hauptgesellschafter sind. Was in den Müllverbrennungsanlagen übrigbleibt, geht dann in die Schlackeaufbereitungsanlage der FES (Frankfurter Entsorgungsservice GmbH) nach Wicker. Auch an dieser Gesellschaft ist die RMD nicht beteiligt, sondern nur die Stadt Frankfurt und das Entsorgungsunternehmen Remondis. Erst am Ende dieser Kette, wenn so gut wie kein Geld mehr zu verdienen ist, kommt die RMD ins Spiel und deponiert die Schlackenreste in Wicker.
 
Was kaum jemand zu wissen scheint: Mit ihrer Gründung war die RMA aufgrund des Kreislaufwirtschaftsgesetzes dazu verpflichtet, die Stilllegungs- und Nachsorgekosten (178,5 Mio. Euro laut Gutachten 2005) u.a. für die Deponie Wicker zu übernehmen und zu garantieren. Im Laufe der Jahre stellte sich jedoch heraus, dass diese Kosten eher doppelt so hoch ausfallen werden. Eine Gesetzesänderung machte es möglich, dass die RMA 2018 diesem finanziellen Damoklesschwert entrinnen konnte. Gegen eine Zahlung von nur 9 Mio. Euro an die RMD kaufte man sich seitens der RMA frei, was faktisch die Insolvenz der RMD zur Folge hatte.
 
Da fragt man sich: Wenn alle Beteiligten seit 2002 wussten, dass am Ende die RMD auf den Kosten sitzen bleibt, wieso hat man nichts dagegen unternommen?
 
Insbesondere die Städte Frankfurt und Offenbach haben jahrzehntelang von Wicker profitiert und lassen jetzt die beiden Kreise auf den Folgekosten sitzen. Eine Deponie auf der Deponie dient somit primär dem Erhalt des RMA Geschäftsmodells. Die RMD spielt nur eine kleine Nebenrolle, die umweltrelevanten Themen gar keine.
 
Heino von Winning beziffert das Anlagevermögen der Rhein-Main-Deponie GmbH auf 100 Mio. Euro und betont, diese Anlagen sind die gebildeten Rückstellungen für die Nachsorge und können in den nächsten Jahren noch viele Erlöse erwirtschaften. Was sagen Sie dazu?
 
Woher Herr von Winning die 100 Millionen nimmt, weiß ich nicht. In den Bilanzen der RMD stehen andere Zahlen. Selbst wenn man die MTR als Tochtergesellschaft hinzurechnet, kommt man bei Weitem nicht auf 100 Millionen Euro. Wobei man wissen muss, dass das technische Anlagevermögen beider Gesellschaften gerade einmal rund 20 Mio. Euro ausmacht. Der gesamte Rest sind Grundstücke, die nicht abgeschrieben werden und zu denen auch große Teile des heutigen Deponiegeländes zählen. Diese wurden im Lauf der Zeit teuer erworben, haben aber heute größtenteils einen negativen Wert. Das bedeutet: Das sogenannte Anlagevermögen ist mit Vorsicht zu genießen, weil darin eine weitere bilanzielle Zeitbombe für die RMD schlummert.
 
Nicht anders sieht es bei den technischen Anlagen aus. Die Biogasanlage fällt alsbald aus der Förderung, das Deponiegas wird weniger und die Anlage in recht absehbarer Zeit unrentabel. Die Schlackeaufbereitungsanlage gehört der RMD nicht, mögliche erzielbare Erlöse fließen nicht der RMD, sondern dem tatsächlichen Betreiber nämlich der FES zu. Somit sind die in den Raum gestellten Gebühreneinnahmen von 200 Mio. Euro mit großer Vorsicht zu genießen.
 
Herr Dr. Huppert. Der RMD-Geschäftsführer spricht von einer fünf Meter mächtigen Deponieklasse (DK) II Abdichtung. Kostenpunkt, rund 20 Millionen Euro. Diese Multifunktionsschicht dient als neue Basisabdichtung und soll die bestehende alte Deponie sicherer machen. Was sagen Sie dazu?
 
Da in Wicker gar keine Basisabdichtung existiert, kann es natürlich auch keine zusätzliche Basisabdichtung geben. Die ganze Diskussion um eine DK II Abdichtung ist entweder geprägt von Ahnungslosigkeit, oder aber es steckt System dahinter. Um die jetzige Deponie zu sichern und vor eindringendem Wasser zu schützen, reicht eine einfache Oberflächenabdichtung nach den Vorgaben der Deponieverordnung aus. Dichter als dicht geht nicht.
Herr von Winning spricht jedoch von einer 5 Meter dicken und 20 Millionen Euro teuren Ton-/Dichtungsschicht, was gegenüber einer normalen DK II Abdichtung, die rund 2,5 Meter mächtig ist, einer glatten Verdopplung entspricht. Nur diese Aussage allein deutet schon darauf hin, dass man ganz andere Ziele mit der Deponie auf Deponie verfolgt: Nämlich die Einlagerung hochbelasteter Materialien, mit denen man höhere Einnahmen erzielen kann. Die hoch kontaminierten Erdmassen der Fraport, die zurzeit auf dem Flughafengelände zwischengelagert sind, wären dafür prädestiniert. Ansonsten macht die hohe Investition in die DK II Abdichtung keinen Sinn. Umweltgesichtspunkte spielen bei diesem Szenario überhaupt keine Rolle, sogar das Gegenteil ist der Fall.
 
Bedeutet das, dass durch die geplante DK II Abdichtung und den neuen Deponiekörper die Umweltrisiken nicht vermindert, sondern sogar erhöht werden?
 
Genau so ist es. Herr von Winning stellt diesbezüglich ziemlich abstruse Behauptungen auf, die wissenschaftlich in keiner Weise zu halten sind. So geht er davon aus, dass durch die 5 Meter dicke Tonschicht auf der Deponie Setzungen und Sackungen in der Größenordnung von 6 Metern und mehr ausgeglichen werden können. Das ist physikalisch unmöglich. Da sich die Deponie nicht gleichmäßig setzt, sondern die Setzungen in Form von Setzungstrichtern und Senken auftreten, wird die maximale Dehnungsfähigkeit der Dichtung punktuell um ein Vielfaches überschritten. Keine seriöse Baufirma wird dafür eine Garantie übernehmen. Erst recht nicht für die nächsten 100 Jahre, wie von Herrn von Winning behauptet.
Die enorme Setzungsproblematik in Wicker hat einen einfachen Grund: Zwischen 2003 und 2005 - bis zum allerletzten Tag der Genehmigung - wurden insbesondere aus Frankfurt riesige Mengen Hausmüll angenommen. Mit der Folge, dass dieser unvorbehandelte Hausmüll nicht ausreichend verdichtet eingebaut wurde. Eine deponietechnische Sünde, die sich jetzt rächt.
 
Was ist mit den Aussagen des RMD Geschäftsführers, dass sich die Grundwasserproblematik durch die Deponie auf Deponie maßgeblich verringert?
 
Die Äußerungen bezüglich der Grundwasserproblematik sind nicht plausibel. Bei der geplanten Deponie auf Deponie handelt es sich um eine neue Deponie auf mehreren völlig unterschiedlichen Altstandorten. Dort, wo der meiste Hausmüll abgelagert wurde (Fläche B) handelt es sich bildlich gesprochen um eine Art Wackelpudding, der aufgrund von noch lang anhaltenden Setzungen und Sackungen völlig instabil ist. Bei der ebenfalls von der Erweiterung betroffenen Fläche A handelt es sich um eine Hochrisikofläche. Hier lagert giftiger Industriemüll, der unmittelbar mit dem Grundwasser in Verbindung steht. Während ein erhöhter Druck auf den Wackelpudding der Fläche B theoretisch einen positiven Effekt hinsichtlich einer schnelleren Verdichtung haben kann, ist jeder zusätzliche Druck auf die Fläche A brandgefährlich. Im Untergrund lagern u.a. alte Fässer mit Ölresten, Salzschlacken und giftige Industrieschlämme. Durch zusätzlichen Druck könnten so Giftstoffe freigesetzt werden und ins Grundwasser gelangen.
 
Aber Herr von Winning sagt doch, dass durch den zusätzlichen Druck die Poren und Zwischenräume geschlossen werden und das Grundwasser nicht mehr von unten nach oben fließen kann ...
 
Herr Von Winning scheint da etwas zu verwechseln. Das Grundwasser fließt nicht von unten nach oben, sondern der obere und der mittlere Grundwasserleiter stehen in Austausch miteinander, was den besonderen hydrogeologischen Gegebenheiten vor Ort geschuldet ist. Bezüglich der Poren und Zwischenräume gebe ich Ihnen ein einfaches Beispiel. Nehmen Sie eine Schüssel, legen Sie darauf ein gelochtes Blech und auf das Blech eine Zitrone. Nun beschweren Sie die Zitrone mit einem 50 Kilogramm schweren Eisengewicht. Wo glauben Sie, dass sich die größte Menge der in der Zitrone gebundenen Flüssigkeit wiederfindet? Natürlich in der Schüssel unter dem Lochblech. Ein kleiner Teil wird seitlich wegspritzen, da nach oben keine Möglichkeit der Ausdehnung besteht. Genau das passiert in der Deponie auf der Deponie. In der gängigen Fachliteratur wird darauf verwiesen, dass eine Freisetzung gebundenen Porenwassers durch die zusätzliche Auflast bei der Überbauung von Deponien ohne Basisabdichtung unbedingt zu vermeiden ist. Grundsätzlich wird bezweifelt, dass Standorte ohne Basisabdichtung für eine Überbauung überhaupt in Frage kommen.
 
Der RMD-Geschäftsführer geht davon aus, dass durch die „Deponie auf Deponie“ ein zusätzliches Volumen von fünf Millionen Kubikmeter für die Einlagerung von Schlacke und Bauschutt geschaffen wird und die bestehende Deponie dadurch um maximal 20 Meter in die Höhe wächst. Was sagen Sie zu diesen Prognosen?
 
Da verschlägt es mir erst einmal die Sprache. Jedem meiner Studenten, der mir in meinem Altlastenseminar eine solche Rechnung vorgelegt hätte, hätte ich dringend empfohlen, das Studienfach zu wechseln. Durch die geplante DK II Abdichtung nach Herrn von Winning erhöht sich die jetzige Deponie bereits um 5 Meter. Hinzukommen bei einer Fläche von 18,3 ha und einem zusätzlichen Abfallvolumen von 5 Millionen Kubikmeter ca. 27,5 Meter an Höhe. Aufbereitete Schlacke und Bauschutt lassen sich kaum weiter verdichten, da der Dichtegrad im Schnitt schon bei über 95 % liegt und diese Abfälle mit Erdmaterialien zu vergleichen sind. Das bedeutet: Mit Dichtung und Abfall reden wir über eine Erhöhung von rund 32,5 Metern und da ist die noch fehlende Oberflächenabdichtung gar nicht dabei. Selbst, wenn man das zu verfüllende Tal in die Berechnung mit einbezieht, bleibt immer noch eine Erhöhung von rund 30 Metern. Die genannten 20 Meter und die aufwendig erstellte 3D-Darstellung des neuen Tafelberges von Wicker sind eine RMD-Computer-Illusion. Genauso übrigens, wie die 20 Lkw am Tag. Das können auch locker zehnmal so viele werden, sollten 5 Mio. Kubikmeter Schlacke und Bauschutt in 10 Jahren angeliefert werden, so wie es Herr von Winning beschreibt.
 
Herr Huppert, wie lautet Ihr Fazit?
 
Die geplante "Deponie auf Deponie" in Wicker ist in meinen Augen aus fachlicher Sicht zum Scheitern verurteilt. Ich habe in meiner Expertise zehn Ausschlusskriterien formuliert, die eindeutig dagegen sprechen.
Hinzukommt, dass die Außendarstellung des Projektes durch die RMD-Geschäftsführung nicht nachvollziehbar ist. Landrat und Aufsichtsrat widersprechen der Geschäftsführung mit ihren jüngsten Veröffentlichungen u.a. im Wiesbadener Kurier und der Mainzer AZ. Das zeugt bestenfalls von Ahnungslosigkeit und/oder von einer bewussten Täuschung der Bürger vor Ort.

Die Menschen in Hochheim, Flörsheim, Massenheim und Wicker sind keine Deponiefachleute, aber sie haben sehr wohl ein Gespür dafür, wenn etwas nicht stimmt. Und genau das ist in Wicker der Fall. Man wird noch sehr viele Fragen beantworten müssen, um das Vertrauen der Bürger wieder zurückzugewinnen.
 
Herr Dr. Huppert, vielen Dank für das Gespräch.
 
Das Interview führte Jürgen Kunert

"Ungeheuerliche Zahlentricks der RMD"

Fahren täglich 158 Lkw statt 20 Lkw zur Wicker zur Deponie?

Nicht nur beim Versuch des Schönreden der Finanzen geht die Rechnung der RMD nicht auf, kritisiert der Hochheimer Rolf Fritsch, Vorstand von Gegenwind 2011, Rhein-Main e.V. .

Auch auf der fachlichen Seite würden immer wieder Zahlen und Fakten, verbreitet, die nicht nur völlig falsch seinen und die Bevölkerung über das wahre Ausmaß der Folgen einer "Deponie auf Deponie" täuschten. So wiederholte RMD-Sprecher und Geschäftsführer von Winning vergangene Woche in der HZ, man wolle zukünftig "mit 5 Mio. Kubikmeter Abfall" 200 Mio. Euro erlösen und "der Betrieb würde um 10 Jahre verlängert, das Lkw Aufkommen werde nicht gesteigert und bleibe auf dem jetzigen Stand von  20 Lkw am Tag.

Geht man dieser auch in den Bürgerinformationsveranstaltungen genannten Zusage nach, beträgt die Belastung stattdessen für 10 Jahre täglich 158 Lkw oder für 20 Jahre täglich 79 Lkw.

Dies errechnet sich wie folgt: 

  • 1 qm Schlacke wiegt 1,65 Tonnen (spez. Gewicht)
  • 5 Mio. qm entspricht 8,25 Mio Tonnen Schlacke
  • 1 großer, dreiachsiger LKW lädt 20 Tonnen
  • 8,25 Mio Tonnen : 20 Tonnen = 412.500 Lkw-Ladungen
  • 412.500 Lkw-Ladungen in 10 Jahren = 41.250 Lkw jährlich
  • 41.250 Lkw jährlich : 260 Tage = 158,65 Lkw täglich

Für Rolf Fritsch bleibt dazu nur ein trauriges Fazit: "Wo RMD draufsteht, ist Unglaubwürdigkeit drin.

Zur Person

Dr. Hans-Peter Huppert war anfangs der 1990er Jahre einer der Ersten in Deutschland, der über das Thema Altlasten promoviert und publiziert hat und hierfür einen Lehrauftrag an der Universität des Saarlandes inne hatte.

Dr. Huppert war Umweltexperte für die Europäische Union, Mitglied des Umweltausschusses der Industrie- und Handelskammer (IHK) des Saarlandes, Aufsichtsratsvorsitzender der Bergbausanierung und Landschaftsgestaltung Brandenburg (BUL) .

Als Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer der Ecosoil Holding GmbH hat er mit seiner Firmengruppe und deren Tochtergesellschaften, zu der auch das Bodenbehandlungszentrum der ESM GmbH in Wicker gehörte, europaweit zahlreiche Deponien geplant, gebaut, betrieben und saniert.

Dr. Huppert war unter anderem auch an den viel beachteten Sanierungsprojekten der US Air Base in Ramstein und an der Sanierung der Sonderabfalldeponie in Kölliken (Schweiz) beteiligt. Der Philosoph und Buchautor (u.a. „Die Sünden der Nachhaltigkeit“) lebt heute in Wiesbaden und ist Mitglied des Hochheimer Vereins GEGENWIND 2011 Rhein-Main e.V.