Widersprüchliche Aussagen seitens der RMD geklärt

Artikel aus der Hochheimer Zeitung von Freitag, 08.05.2020

Folgende offizielle Pressemitteilung der RMD GmbH erhielt die HZ am 7. Mai.

Am 5. Mai 2020 trafen sich Rolf Fritsch und Dr. Hans-Peter Huppert von Gegenwind 2011 Rhein-Main e.V. mit Beate Ibiß, der neuen Geschäftsführerin der Rhein-Main Deponie GmbH (RMD), sowie mit dem ehemaligen Geschäftsführer Heino von Winning in Wicker. Auslöser des Treffens waren Presseartikel in der Hochheimer Zeitung.

Fritsch und Dr. Huppert waren der Einladung der Geschäftsführung der RMD gefolgt, um sich fachlich über das Thema „Deponie auf Deponie“ auszutauschen sowie widersprüchliche Aussagen seitens der RMD zu klären.

Konsens herrschte darüber, dass der persönliche Dialog bei einem so wichtigen Thema besser geeignet ist, als mediale einseitige Erklärungen. Ein weiteres Treffen zwischen der Geschäftsführung des Entsorgungsunternehmens und dem gesamten Vorstand von Gegenwind 2011 wurde vereinbart.

Inhalt des rund dreistündigen Gesprächs war das geplante Vorhaben „Deponie auf Deponie“, für das die RMD derzeit einen Genehmigungsantrag auf dem bestehenden Deponiegelände in Wicker erarbeiten lässt.

NACHGEFRAGT BEI RMD UND GEGENWIND E.V.

Folgende widersprüchliche Aussagen seitens der RMD wurden in dem gemeinsamen Gespräch zwischen der RMD-Geschäftsführerin Beate Ibiß, dem ehemaligen Sprecher der RMD-Geschäftsleitung Heino von Winning, und Dr. Hans-Peter Huppert und Rolf Fritsch von Gegenwind 2011 Rhein-Main e.V. geklärt.

1. Heino von Winning räumte ein, dass die von ihm genannte Zahl von 5 Millionen Kubikmeter ihm bei der Autorisierung des Textes für den Zeitungsartikel vom 17. April in der Hochheimer Zeitung durchgerutscht ist. Es muss lauten: Die Deponie auf Deponie wird mit einem Verfüllvolumen von 5 Millionen Tonnen Schlacke und Bauschutt geplant.

2. Bezüglich der zukünftigen Lkw-Belastungen nannte von Winning zwar die Zahl von 20 Lkw, habe es aber anders gemeint. Auf der Internetseite stehen 50 Lkw pro Tag. Anhand der Mengen könne auch jeder feststellen, dass 20 Lkw nicht stimmen können. Festgehalten wurde, dass aktuell der Durchschnitt bei 178 Lkw pro Tag liegt, die den Deponiepark in Wicker anfahren und wieder verlassen. Dazu würden Transporte zu allen Geschäftsbereichen zählen (unter anderem für Schlacke, für das Bodenbehandlungszentrum, das Biomassekraftwerk, Grünabfälle).

3. Zu den von Gegenwindvorstand Rolf Fritsch kritisierten Umsatzzahlen auf der RMD-Internetseite stellte Heino von Winning fest, dass diese tatsächlich nicht korrekt sind. Man habe diese bereits am Morgen vor dem Gespräch am 5. Mai 2020 geändert. Fritsch wies darauf hin, dass die Internetseite weitere Fehler enthalte, die die Öffentlichkeit und auch Politiker lesen. Bei den Umsätzen sollte nur die offizielle Bilanz von 2018 der RMD GmbH korrekterweise stehen.

 

Einig waren sich die Dialogpartner darüber, dass sowohl bei den Bürgerinnen und Bürgern als auch in der Kommunalpolitik weiterhin ein umfangreicher Informationsbedarf besteht und hierfür ein enger und transparenter Dialog notwendig ist. Das Ergebnis der Diskussion ist ein weiterführender Dialog im Juni 2020, den die RMD und Gegenwind 2011 Rhein-Main e.V. vereinbart haben. Der gemeinsame Wunsch ist zudem ein weiteres, darauffolgendes Treffen unter Teilnahme der RMD, Gegenwind 2011 Rhein-Main e.V., den Jungwinzern von MainWerk3 e.V., der Bürgerinitiative Massenheim e.V. sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der Kommunalpolitik.

Artikel von red