„Das Urteil über Gegenwind ist starker Tobak“

Artikel aus der Hochheimer Zeitung von Freitag, 26.06.2020

Frau Overdick als Aufsichtsratsvorsitzende der RMD hat sich in einer Pressemitteilung nach dem Beschluss des Kreistages zum Aus der Deponie auf Deponie wie folgt geäußert: „Mit großer Sorge nimmt der Aufsichtsrat der RMD wahr und bedauert es sehr, dass es der Bürgerinitiative Gegenwind offensichtlich nicht um eine sachliche Aufklärung von offenen Fragen geht, sondern um Medienwirksamkeit und Verunsicherung der Bevölkerung geht.“

Die Liberalen in Hochheim nehmen mit großer Sorge wahr, dass der Aufsichtsrat der RMD, vertreten durch Frau Overdick die selbstverständlichsten Regeln einer Demokratie nicht akzeptiert und sie wohl auch nicht beherrscht.

Die Verunsicherung der Bevölkerung war immer Ziel, wenn die RMD das Argument „Entsorgungssicherheit“ verwandt hat. Und dies, ohne die Entsorgungsmöglichkeiten im Umland ernsthaft zu prüfen.

Das Urteil über die Bürgerinitiative Gegenwind ist starker Tobak. Wenn es Frau Overdick um Transparenz und um Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung geht, soll sie bitte der Einladung in den Ausschuss für Bauen, Verkehr und Umwelt (BVU) folgen, die die Stadtverordnetenversammlung in der Sitzung am 18. Juni 2020 einstimmig ausgesprochen hat.

Dort können im Sinne von Transparenz die gegenseitigen Positionen gegenübergestellt werden. Uns als FDP Hochheim ist völlige Transparenz wichtig und dies im Rahmen von größter Sachlichkeit. Mit den Äußerungen von Frau Overdick wird dieses schon vorbelastet.

Wir begrüßen die Aktivitäten der BI, die es erst möglich machte, dass das der Bevölkerung gegenüber „gegebene Versprechen aus Vorzeit“ jetzt eingelöst wird.

Die FDP Hochheim möchte durch belastbare Zahlen wissen, welche Kosten auf die Bürger in den nächsten 20 bis 30 Jahren zukommen.

Dies sind Kosten der Herstellung des Deponiekörpers und der Nachsorge.

Ebenso ist es wichtig, die Grundwasserproblematik weiter zu verfolgen.

Dem in der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Fragenkatalog, der sich aus Anträgen von FWG, SPD und GAL ergab, haben wir uns angeschlossen. Dieser Fragenkatalog wird der Aufsichtsratsvorsitzenden fairerweise zugeleitet. Sie kann sich dadurch „mit großer Sorge und Sorgfalt“ auf die Einladung in den BVU vorbereiten.

Artikel von Hannelore Andree, FDP-Fraktion Hochheim