Blick in die Zukunft

Artikel aus der Hochheimer Zeitung von Freitag, 26.06.2020

Wir befinden uns – wie oft in politischen Projekten – in einem komplexen Spannungsfeld. Bürgerinitiativen agieren mit Argumentationen, die sich mit denen aus den politischen Projekten nicht immer synchronisieren lassen. Einige der Auffassungen der Bürgerinitiative sind tatsächlich aus dem Kontext gerissen, haben aber einen wichtigen Beitrag zur und sicherlich auch eine Beschleunigung der Entscheidungsfindung geleistet. Das wollen wir gar nicht kritisieren. Die Deponieerweiterung ist vom Tisch und das ist ein sehr gutes Ergebnis. Nun gilt es, den Blick in die Zukunft zu richten.

Aktuell sind wir in guten Gesprächen mit der neuen Geschäftsführung der RMD zwecks Aufklärung der Staubbelastungen der vergangenen Jahre und suchen gemeinsam nach Lösungen. Auch begrüßen wir den Vorschlag von Beate Ibiß, einen Deponie-Rat zu gründen, um die Interessengruppen regelmäßiger als bisher zu informieren und eine Plattform zum Austausch zu schaffen.

Wir wünschen uns eine Fortschreibung der Renaturierung und dies mit einer intensiven Bürgerbeteiligung, insbesondere mit den Bürgerinnen und Bürgern aus Wicker, Massenheim, Gartenstadt, Hochheim und Flörsheim. Wir können nun etwas gestalten, was durch eine naturverbundene Renaturierung einen wichtigen Beitrag für die Region bieten kann. Der Regionalpark ist eines dieser Projekte, die man wunderbar für eine Naherholung mit der Renaturierung tiefer verbinden könnte. Eine Deponie bleibt eine Deponie mit allen Begleiterscheinungen. In Weilbach kann man allerdings bestaunen, wie gut eine Renaturierung dort auf der alten Deponie gelungen ist.

Als Politik ist es unser Interesse und Wunsch zugleich, auf dem Deponiegelände gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern etwas zu schaffen, was den Menschen ein Stück Lebensqualität gibt.

Artikel von Luana Schnabel (Ortsvorsteherin Wicker) und Marcus K. Reif (Vorsitzender der CDU-Fraktion Flörsheim am Main)