Vorwürfe an Gegenwind

Artikel aus der Hochheimer Zeitung von Freitag, 19.06.2020

Vor einer Woche hatte die RMD-Aufsichtsratsvorsitzende Madlen Overdick in dieser Zeitung zur Kritik von Gegenwind 2011 an der finanziellen Situation der RMD-Gesellscha! noch betont: „Es gibt keine Fragen, die sich nicht beantworten lassen“.

Die Erwiderung von Gegenwind 2011, in der der Verein zehn falsche Aussagen und zwölf verfälschte Tatsachen nachgewiesen und aus den Bilanzen der RMD zitiert hatte, sollte nicht nur unbeantwortet bleiben.

Einen Tag nach der Entscheidung des Kreistags am 15. Juni versucht Overdick im Namen des RMD-Aufsichtsrats, den Spieß umzudrehen und unterstellt den Aufklärern Gegenwind 2011 sogar „es sei ihnen offensichtlich nicht um eine inhaltliche Aufklärung gegangen, sondern um Medienwirksamkeit“. In ihrer Mail an Gegenwind-Vorstand, Rolf Fritsch, heißt es: „Der Aufsichtsrat der RMD hat sich in der Sitzung am 10.6.2020 ausführlich mit den offenen Briefen von Gegenwind beschäftigt.

Auf alle Fragen des ersten offenen Briefes wurden Ihnen bereits nachvollziehbare Antworten übermittelt.

Der Aufsichtsrat betont, dass die RMD wie jedes andere Unternehmen verpflichtet ist, Regeln und Gesetze einzuhalten. Für den Aufsichtsrat der RMD und für die RMD selbst ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ordnungs- und strafrechtliche Verfahren die Folge sind, wenn gesetzliche Regelungen nicht eingehalten werden. So erfolgte aufgrund einer nicht genehmigten Verfüllung, ausgehend von einem nicht genehmigten Plangenehmigungsantrag in 2015 am Standort Wicker, ein strafrechtliches Verfahren. Dieses hat für die Verantwortlichen auch entsprechende Konsequenzen. Zu einem laufenden Verfahren kann sich der Aufsichtsrat der RMD öffentlich nicht äußern. Verschwiegen wurde dieses Verfahren der Öffentlichkeit dennoch nicht. Im Gegenteil: in mehreren Presseartikeln wurde darüber berichtet.

Der Aufsichtsrat bedauert sehr, dass es Ihnen offensichtlich nicht um eine inhaltliche Aufklärung geht, sondern um Medienwirksamkeit.

Bei der zweiten Bürgerinformationsveranstaltung hatte ich bereits signalisiert, dass es auch weiterhin einen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern geben wird. Um auch nach Einstellung des Projektes „Deponie auf Deponie“ im Gespräch zu bleiben, wird die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung die Planungen für einen Deponiebeirat vorstellen.

Auch im Interesse der Beschäftigten der RMD und MTR, die täglich verantwortungsvoll für die Gewährleistung des Umweltschutzes tätig sind, wünsche ich mir zukünftig eine faktenbasierte Kommunikation“.

Artikel von red