Fachbegriffe aus der Tiefen-Geothermie

  • Aquifer

    Ein Aquifer (auch Grundwasserleiter), ehemals auch als Grundwasserhorizont oder Grundwasserträger bezeichnet, ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen, der zur Leitung von Grundwasser geeignet ist.

  • Artesisch gespanntes Grundwasser

    Gespanntes Grundwasser, dessen Druckspiegelniveau oberhalb der Geländeoberkante (Erdoberfläche) liegt und nach dem Anbohren von selbst ausläuft (artesischer Brunnen; Arteser)

  • Dublette

    Die geothermische Dublette besteht aus der Förderbohrung zur Wasserentnahme und der Injektionsbohrung zur Rückführung des abgekühlten Thermalwassers.

  • Fluid

    Flüssige oder gasförmige Erscheinungsform der Materie (im Gesteinsporenraum des tieferen Untergrunds z. B. Wasser, Öl, Kohlendioxid, Methan, etc.).

  • Fracking

    Stammt aus dem Englischen und ist das Kürzel für hydraulic fracturing. Mit Hilfe von hydraulisch erzeugtem Druck wird in der Tiefe das sogenannte Reservoirgestein aufgebrochen. Die so erzeugten Risse sollen die dort eingeschlossenen Gase oder Flüssigkeiten besser zur Förderbohrung fließen lassen. Das Verfahren stammt aus der Förderung von Erdöl und Erdgas. Im Zusammenhang mit der Geothermie spricht man allerdings von Stimulation. Beim Fracken von Gas und Erdöl müssen Chemikalien eingesetzt werden, die eine zusätzliche Gefahr für die Umwelt und das Grundwasser mit sich bringen.

  • Grundwasserleiter

    Gesteinsschicht, die geeignet ist Grundwasser weiterzuleiten und abzugeben und deren Hohlräume mit Wasser gefüllt sind.
    Ein Grundwasserleiter erstreckt sich im Gegensatz zu einem Aquifer nur über die gesättigte Zone, was zur Folge hat, dass beide Begriffe höchstens im Einzelfall als Synonyme gebraucht werden können. Man kann jedoch davon ausgehen, dass bei der Verwendung des Begriffs Aquifer im deutschsprachigen Raum ein Grundwasserleiter gemeint ist.

  • Magnitude

    Maß der Erdbebenstärke nach Richter

  • Recharge

    Der englische Begriff Recharge wird auch im Deutschen verwendet für das Wiederauffüllen hydrothermaler Lagerstätten mit Wasser.

  • Stimulation

    In der Geothermie spricht man nicht von "Fracking" wie bei der Erdöl- und Erdgasförderung, sondern von "Stimulation". Der Prozess ist grundsätzlich ähnlich. Auch hier geht es darum, in bestehenden festen Gesteinsschichten unter hohem Druck künstliche Durchflussmöglichkeiten für die jeweilige Substanz zu erzeugen. Lediglich Chemikalien, die beim Fracken eingesetzt werden, sind bei der Stimulation nicht zwingend erforderlich, können aber, sofern technisch notwendig, zum Einsatz kommen.


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