Kritische Begleitung notwendig

Artikel aus der Hochheimer Zeitung von Freitag, 27.11.2020

Die Bürgerinitiative Massenheim (BIM) hat in ihrer jüngsten Pressemitteilung die intensive Aufklärungsarbeit durch die Bürgerinitiative Gegenwind 2011 hervorgehoben und insbesondere Rolf Fritsch und Dr. Hans-Peter Huppert gedankt, die mit ihren Recherchen maßgeblich dazu beigetragen hätten, dass das umstrittene Projekt einer Deponie auf Deponie (DaD) in Wicker verhindert werden konnte. Das betreffe auch die Aufarbeitung des finanziellen Verlustes und der abhandengekommenen Gelder in der RMD GmbH, schreibt Steffen Haferkorn, Vorstandsmitglied der BI. In einer gemeinsamen Pressemitteilung von RMD-Geschäftsführerin Beate Ibiß und Rolf Fritsch von der BI Gegenwind 2011 wurde dies Mitte November öffentlich bestätigt: 102,8 Millionen Euro für die Stilllegung und Nachsorge der Deponie Wicker fehlen. Nach Auffassung der Bürgerinitiative müsse die kritische Begleitung der RMD weitergehen. Aktuelles Thema sei derzeit der zu gründende Deponiebeirat, der die BIM beschäftige. Allerdings stünde man dem Gremium eher skeptisch gegenüber. So kritisiere die BIM unter anderem, dass die Satzung für den Deponiebeirat auch noch vom RMD-Aufsichtsrat bestätigt werden müsse. „Ich sehe den Deponiebeirat als ein kontinuierliches und durchaus auch machtvolles Forum für eine Transparenz und einen Dialog“, sagte die RMD-Geschäftsführerin Beate Ibiß auf Nachfrage dieser Zeitung. Bestärkt sehe sie sich durch die guten Erfahrungen mit diesem Gremium während ihrer Tätigkeit in Ihlenberg. In einem Schreiben hatte sich Beate Ibiß vor kurzem an künftige potenzielle Mitglieder gewandt, um offene Fragen zu klären, inhaltliche Anregungen und Vorschläge, auch personeller Art, aufzunehmen. „Inhaltlich möchte ich zu einzelnen Aspekten – wie zum Beispiel zur Deponiebeiratssatzung – nichts vorweg nehmen, um der gemeinsamen Diskussion im Deponiebeirat nicht vorzugreifen“, betonte Ibiß. Offen bleibt aufgrund der Corona-Situation auch der Termin für das erste Treffen, der konstituierenden Sitzung des Gremiums. „Ich würde gern zeitnah beginnen“, so die RMD-Geschäftsführerin. In jedem Falle aber werde die Verständigung auf die gemeinsame Satzung als erster Punkt auf der Tagesordnung stehen.

Artikel von jk