Es fehlen 102,8 Mio.€ für Stilllegung und Nachsorge

Artikel aus der Hochheimer Zeitung von Freitag, 13.11.2020

„Insgesamt 102,8 Millionen Euro sind für die zukünftige Stilllegung und Nachsorge in der RMD nicht mehr vorhanden“. Zu diesem gemeinsamen Fazit kommen die RMD-Geschäftsführerin Beate Ibiß und Rolf Fritsch von der BI Gegenwind 2011 in einer von beiden Seiten gemeinsam verfassten Pressemitteilung.

Vorausgegangen war ein intensiver Austausch der beiden mit Zahlen und Fakten aus Altunterlagen der RMD und ihrer Tochtergesellschaften Rhein-Main-Nachsorge GmbH (RMN) und Main-Taunus-Recycling GmbH (MTR). „Einerseits wurden 56 Mio. Euro nicht wie geplant erwirtschaftet. Andererseits sind 43,7 Mio. Euro sowie weitere 3,1 Mio. Euro an Geldmitteln nicht mehr für zukünftige Stilllegung und Nachsorge vorhanden, sondern wurden für ‚Innenfinanzierungen und Tilgung von Altschulden‘ verwendet“. Beate Ibiß erläuterte die Zahlen und fügte in einem Gespräch mit unserer Zeitung hinzu: „In der Bilanz der RMD wurden per 31.12.2019 für die zukünftigen Stilllegungs- und Nachsorgekosten 90 Mio. € rückgestellt, diese sind nicht als Geldmittel vorhanden.

„Nach der BVU-Sitzung hat sich Frau Ibiß sehr im Sinne einer transparenten RMD engagiert. Dafür danken wir ihr und wollen jetzt nicht mehr den einzelnen Belegen oder den Darlehensvergaben zwischen RMD und MTR nachgehen. Es reicht uns die offizielle Bestätigung, dass 102,8 Millionen Euro fehlen, die für die zukünftige Stilllegung und Nachsorge nicht mehr da sind“, so Rolf Fritsch für Gegenwind 2011.

Die RMD-Geschäftsführerin, die seit 20. April dieses Amt bekleidet, äußerte sich erleichtert und bestätigt den konstruktiven und kompetenten Austausch mit Rolf Fritsch. „Ich kann die Zahlen und Bilanzen jetzt fast auswendig“, sagt sie. Verantwortung für die Zukunft: Beate Ibiß möchte nun nach vorne blicken, denn für die sich in der Stilllegungsphase befindende Rhein-Main-Deponie warten noch zahlreiche Aufgaben, bevor die Deponie in die Nachsorgephase überführt werden kann.

Lesen Sie hierzu den ausführlichen Artikel auf Seite 9 dieser Ausgabe

Artikel von Jürgen Kunert