Rhein-Main-Deponie GmbH entnimmt Staubproben in Wicker und Massenheim

Artikel aus der Hochheimer Zeitung von Freitag, 31.07.2020

„Kommunikation ist wichtig“, betont die RMD-Geschäftsführerin Beate Ibiß in ihrer Pressemitteilung vom Montag und fügt hinzu: „Dank des Hinweises von Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Weltin, dass auch eine Hausstaubprobe für einen Haushalt in Massenheim zugesagt wurde, erfolgte diese am Montag, 27. Juli, zeitgleich zu den Probenentnahmen in Wicker“. Ergebnisse hierzu werden im September dieses Jahres erwartet.

Zur Erinnerung: In den vergangenen beiden Wochen hatte die Pressemitteilung der Wickerer Ortsvorsteherin Luana Schnabel (CDU) in Hochheim und vor allem in Massenheim für Irritationen gesorgt. Denn in ihren Ausführungen zur Staubanalyse-Thematik war nur die Rede von Wicker gewesen. In der zweiten Bürgerinformationsveranstaltung Ende Februar hatte jedoch der ehemalige Sprecher der RMD-Geschäftsführung, Heino von Winning, zugesichert, Analysen in beiden Anrainerkommunen durchzuführen.

Durch den Artikel der Wickerer Ortsvorsteherin in der Hochheimer Zeitung vom 17. Juli musste man den Eindruck gewinnen, dass der Stadtteil Massenheim für die Staubwischproben vergessen wurde. Die Folgen waren in der anschließenden HZ-Ausgabe entsprechend kritische Reaktionen durch die Bürgerinitiative Massenheim (BIM) und durch den stellvertretenden Hochheimer Stadtverordnetenvorsteher Stefan Fuhrmann. Dabei geriet Hochheims Bürgermeister und RMD-Aufsichtsratsmitglied Dirk Westedt ins Visier der Kritik.

An dem Termin der betreffenden Aufsichtsratssitzung, in der die Finanzierung der Messstation und Staubprobenentnahmen für Wicker beschlossen wurde, sei er verhindert gewesen, betonte der Bürgermeister. Zum Thema Staubmessung und Messstation in Massenheim versicherte er jetzt aus dem Urlaub: „Hier waren, unabhängig von der Berichterstattung der letzten Hochheimer Zeitung, Frau Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Weltin und ich in der letzten Woche aktiv, damit die zugesagte Probe/Maßnahme in Massenheim durchgeführt wird.“ Und auch das Versetzen der seit Jahren existierenden Messstelle in Massenheim soll mit der BIM und der RMD-Geschäftsleitung beraten werden.

Seit 1996 betreibt die RMD GmbH um die Deponie in Wicker insgesamt drei Messstationen zur Staubimmissionsmessung. Eine dieser Messstationen befindet sich in der Gartenstadt. Im Eigenkontrollbericht der RMD werden die Werte jährlich veröffentlicht. Die Ergebnisse zum Staubniederschlag sowie zum Schwebstaub unterschritten bisher deutlich die gesetzlichen Vorgaben der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft, TA Luft, teilte die RMD-Geschäftsführerin mit.

Ab Juli 2017 musste die Messstation in der Gartenstadt wegen Bebauung des vorhandenen Geländes versetzt werden. Zum notwendig gewordenen Standortwechsel wurde die Bürgerinitiative Massenheim (BIM) informiert. Jedoch wurde ein neuer Standort bisher mit der Bürgerinitiative Massenheim nicht abschließend festgelegt, so die RMD-Geschäftsleitung.

Um die fachlichen Rahmenbedingungen endgültig abzustimmen, erfolgt nun kurzfristig ein Termin mit der BIM.

„Ich freue mich auf das Treffen mit der Bürgerinitiative Massen heim und verspreche eine zeitnahe Lösung der Standortfrage“, erklärte die Geschäftsführerin der RMD, Beate Ibiß.

Artikel von Jürgen Kunert